Schuldenprävention
Man bewegt sich heute rasch und agil durch die Welt. Mit den praktischen Gadgets geht das noch ein bisschen einfacher und schneller: am besten sofort und wenn nicht heute, wann dann? Doch Jugendliche sind den gängigen Marketingbotschaften nicht wehrlos ausgeliefert. Zum einen können sie nach wie vor selber entscheiden und zum anderen lernen sie rasch – am besten voneinander und aus eigenen Fehlern.
Zahlen und Fakten
Insgesamt haben 38% der 18- bis 24-Jährigen in der Deutschschweiz offene Geldverpflichtungen
Darunter fallen informelle Geldschulden bei Familie oder Freunden, formelle Schulden bei Kreditinstituten, offene und bereits gemahnte Rechnungen, Leasing- und Abzahlungsverträge sowie andere Verpflichtungen:
- Knapp 30% haben informelle Geldschulden bei Familie oder Freunden.
- Knapp 4% haben Schulden bei Kreditinstituten.
- 8% haben offene und bereits gemahnte Rechnungen.
- 11% verfügen über Leasing- und Abzahlungsverträge.
- 3% wurden ein- oder mehrmals betrieben.
Die Hälfte der Verschuldeten hat weniger als 1'000 Franken Gesamtschulden, rund jede zehnte 18- bis 24-jährige Person in der Deutschschweiz hat Schulden von mehr als 2'000 Franken. Bei rund jeder siebten Person sind die Schulden höher als die monatlichen Einnahmen. Die Gläubiger sind in erster Linie die Eltern.
Der Vergleich zu Deutschland: Kinder zwischen 6 und 13 Jahren haben jährlich 2,6 Milliarden Euro zur freien Verfügung
Die Kaufkraft der deutschen Kinder und Jugendlichen ist so gross wie nie zuvor. Laut der Kids-VerbraucherAnalyse 2008 (KVA) haben die rund 5,73 Millionen Jungen und Mädchen im Alter von 6 bis 13 Jahren insgesamt 6,4 Milliarden Euro zur Verfügung. Diese Jungen und Mädchen verfügen monatlich über durchschnittlich 23 Euro aus Taschengeld, Geldgeschenken und Einnahmen aus ersten Jobs. Zum Geburtstag und zu Weihnachten gibt es im Schnitt noch einmal 85 und 173 Euro dazu; insgesamt 2,6 Milliarden Euro.

